CarPlay-Display zum Nachrüsten im Test: Lohnt sich der 50-€-Bildschirm fürs alte Auto?
Mein Auto ist zehn Jahre alt, und das merkt man vor allem am Infotainment. Ein Werks-Nachrüsten von Apple CarPlay oder Android Auto wäre richtig teuer. Deshalb habe ich einen portablen CarPlay-Bildschirm für rund 50 € ausprobiert, der genau das nachrüsten soll.
Ich habe das Display selbst gekauft, im Auto montiert und mehrere Tage im Alltag genutzt: Navigation, Musik und Bedienung. Die Frage: teure Spielerei oder cooles Upgrade?
Die kurze Antwort: Der Bildschirm bringt dein altes Auto auf einen modernen Stand und ist in Minuten eingerichtet. Der eingebaute FM-Transmitter klingt aber miserabel.
Kurzfazit
Das hat mir gefallen
- CarPlay startete sofort nach dem Einstecken.
- Navigation groß und gut lesbar direkt im Blickfeld.
- Einfache Montage mit Saugnapf, kein Einbau nötig.
- Strom über den Zigarettenanzünder, Kfz-Stecker mit USB-C dabei.
- AUX-Kabel und FM-Transmitter zur Verbindung mit dem Autoradio.
- Für rund 50 € deutlich günstiger als eine feste Nachrüstung.
Das hat mich gestört
- Der FM-Transmitter knackst, die Tonqualität ist miserabel.
- Kabelsalat im Auto, wenn man die Kabel nicht geschickt verlegt.
- Der eingebaute Lautsprecher ist keine echte Alternative zur Autoanlage.
Geeignet für: alle mit älterem Auto ohne CarPlay oder Android Auto, die eine günstige Lösung ohne Umbau suchen.
Weniger geeignet für: alle, die über den FM-Transmitter Musik in guter Qualität hören wollen, oder ein komplett aufgeräumtes Cockpit erwarten.
Hinweis: Der Link in diesem Beitrag führt zu einem ähnlichen Modell, nicht exakt zu dem Gerät aus meinem Test. Es hat ebenfalls einen 7-Zoll-Touchscreen, CarPlay und Android Auto.
Mein Testvideo
Im Video siehst du das Unboxing, die Einrichtung im Auto, den Navigationstest und meine Erfahrungen nach mehreren Tagen.
Was ist ein portabler CarPlay-Bildschirm?
Ein portables CarPlay- und Android-Auto-Display (ähnliches Modell ansehen (Affiliate-Link)) ist ein Bildschirm, den du einfach im Auto befestigst und mit Strom versorgst. Dein Smartphone verbindet sich damit, und du bekommst die gewohnte CarPlay- oder Android-Auto-Oberfläche auf einem großen Display, ohne das Radio zu tauschen.
Gerade bei älteren Autos ist das spannend: Eine feste Nachrüstung kostet oft ein Vielfaches.
Unboxing: Was ist im Karton?
Beim Auspacken war ich angenehm überrascht. Im Karton waren:
- der Bildschirm
- eine Halterung mit Saugnapf
- ein Kfz-Stecker für den Zigarettenanzünder mit USB-C
- ein AUX-Kabel
Einrichtung im Auto
Die Einrichtung ging richtig schnell. Halterung mit dem Saugnapf anbringen, Stecker in den Zigarettenanzünder, und das Display startet sofort. Ich habe mein iPhone verbunden, und CarPlay wurde direkt aufgerufen. Alle gewohnten Apps sind sofort verfügbar.
Meine Erfahrungen im Praxistest
Navigation
Ich habe Google Maps geöffnet, mein Standort war sofort da. Nach der Eingabe eines Ziels erschien die Route direkt auf dem Display, inklusive Sprachansagen. Das ist schön gemacht und auf dem großen Bildschirm deutlich angenehmer als auf dem Handy.
Ton über FM-Transmitter: der größte Schwachpunkt
Um den Ton über die Lautsprecher des Autos zu hören, kann das Display über einen FM-Transmitter senden. Ich habe eine freie Frequenz eingestellt, das Autoradio darauf gestellt, und es kam auch Ton an.
Im Alltag war das aber das gewaltigste Problem: Es knackst, und die Qualität ist miserabel. Musik hören macht so keinen Spaß. Ich habe den Ton am Ende wieder ganz normal per Bluetooth vom Handy ans Autoradio geschickt. Der Bildschirm funktioniert zum Glück auch so weiter. Wenn dein Auto einen AUX-Eingang hat, ist das mitgelieferte AUX-Kabel die bessere Wahl.
Kabelsalat
Durch Strom- und eventuell AUX-Kabel entsteht etwas Kabelsalat im Cockpit. Mit einer geschickten Kabelführung lässt sich das aber in den Griff bekommen.
Bildschirm spiegeln
Das Display kann auch den Bildschirm des Smartphones spiegeln. Videos solltest du aber natürlich nur im Stand schauen, niemals während der Fahrt.
Lohnt sich der CarPlay-Bildschirm?
Für rund 50 € bringt das Display ein altes Auto ins Hier und Jetzt. Navigation und Bedienung funktionieren gut, die Einrichtung dauert nur Minuten. Ja, es hat seine Macken, vor allem beim Ton über FM. Trotzdem gibt es von mir einen Daumen hoch, und ich nutze den Bildschirm weiterhin in meinem Auto.
Der Bildschirm ist für mich auch der Start einer kleinen Reihe mit Auto-Gadgets, die ich als Nächstes teste.
Häufige Fragen
Kann man CarPlay in einem alten Auto nachrüsten?
Ja, mit einem portablen Display wie diesem. Es wird mit Saugnapf befestigt und über den Zigarettenanzünder mit Strom versorgt. Ein Umbau ist nicht nötig.
Funktioniert das Display auch mit Android Auto?
Laut Hersteller ja. Ich habe es mit einem iPhone und CarPlay getestet.
Wie kommt der Ton ins Autoradio?
Über FM-Transmitter, AUX-Kabel oder den eingebauten Lautsprecher. Der FM-Transmitter klang in meinem Test schlecht. Besser ist AUX oder Bluetooth vom Handy direkt zum Radio.
Wie wird der Bildschirm befestigt?
Mit einer Halterung mit Saugnapf, zum Beispiel an der Scheibe oder am Armaturenbrett.
Was kostet ein portables CarPlay-Display?
Mein Modell hat rund 50 € gekostet. Eine feste Nachrüstung ist meist deutlich teurer.
Mein Fazit
Der portable CarPlay-Bildschirm ist kein teures Spielzeug, sondern ein günstiges Upgrade für ältere Autos. Er ist schnell eingerichtet, die Navigation ist groß und übersichtlich, und das Ganze kostet nur rund 50 €. Der FM-Transmitter ist aber unbrauchbar, und ein bisschen Kabelsalat musst du in Kauf nehmen.
Thorben meint: Für alle mit älterem Auto ohne CarPlay eine klare Empfehlung. Plane für guten Ton aber AUX oder Bluetooth ein, nicht den FM-Transmitter.
Würdest du dein Auto mit so einem Bildschirm nachrüsten, oder ist das für dich Müll? Schreib es mir gern in die Kommentare unter dem Video.
Weitere Tests auf thorbentestet.com
CarPlay-Display nachrüsten: Darauf solltest du achten
Ein portables CarPlay- oder Android-Auto-Display ist eine günstige Möglichkeit, ein älteres Auto ohne Umbau zu modernisieren. Vor dem Kauf lohnt sich ein Blick auf diese Punkte.
Kompatibilität: Achte darauf, dass das Display sowohl Apple CarPlay als auch Android Auto unterstützt, kabellos oder per Kabel.
Displaygröße: 7 Zoll sind ein guter Kompromiss zwischen Lesbarkeit und freier Sicht.
Tonübertragung: FM-Transmitter klingen oft schlecht. Ein AUX-Anschluss oder Bluetooth zum Autoradio liefern meist bessere Qualität.
Befestigung: Saugnapf-Halterungen sind flexibel. Prüfe, ob sie an deiner Scheibe oder deinem Armaturenbrett gut halten, und achte auf freie Sicht.
Stromversorgung: Die meisten Displays laufen über den Zigarettenanzünder. Plane eine saubere Kabelführung ein.
Wie sich ein portables CarPlay-Display für rund 50 € im Alltag schlägt, liest du oben in meinem Test.

