Handdampfreiniger im Test: Fippesax 400 ml – wirklich sauber ohne Chemie?
Putzen nervt, Reinigungsmittel riechen unangenehm und sind in den letzten Jahren ordentlich teurer geworden. Ein Handdampfreiniger verspricht die Lösung: sauber nur mit heißem Wasserdampf, ganz ohne Chemie.
Ich habe mir den Handdampfreiniger von Fippesax selbst gekauft und in meiner Mietwohnung getestet: an dunklen Fliesenfugen im Bad, an einem klebrigen Laminatboden, an alten Fensterrahmen und an Übergangsleisten. Die Frage: Hält er, was er verspricht, oder ist er nur ein weiteres Putz-Gadget für die Tonne?
Die kurze Antwort: Er reinigt überraschend gut, ersetzt aber weder Staubsauger noch Putzlappen.
Kurzfazit
Das hat mir gefallen
- Sichtbar hellere Fliesenfugen im Bad.
- Klebrige Flecken auf dem Boden waren danach komplett weg.
- Verschmutzte Fensterrahmen und Übergangsleisten wurden deutlich sauberer.
- Reinigt nur mit Wasserdampf, ohne Reinigungsmittel.
- Viele Aufsätze für unterschiedliche Flächen und Ecken.
Das hat mich gestört
- Der Wassertank mit 400 ml reicht nur für etwa 10 Minuten.
- Kein Akku: Das Gerät hängt immer am Kabel.
- Allein reicht er nicht: Vorher saugen, hinterher mit dem Lappen nachwischen.
- Stark verschmutzte Fugen brauchen mehrere Durchgänge.
Geeignet für: alle, die Fugen, Ecken und hartnäckige Stellen in Bad und Küche ohne Reinigungsmittel sauber bekommen wollen.
Weniger geeignet für: alle, die ein Gerät suchen, das große Flächen am Stück reinigt oder das Putzen komplett ersetzt.
Mein Testvideo
Im Video siehst du alle vier Tests mit dem Vorher-nachher-Ergebnis.
Was ist im Karton?
Der Fippesax Handdampfreiniger (Affiliate-Link) hat einen Wassertank mit 400 ml und laut Hersteller 1200 Watt. Mitgeliefert werden verschiedene Aufsätze, unter anderem für Böden, Ecken und Fliesen. Bei mir waren es sechs unterschiedliche Aufsätze, der Hersteller bewirbt das Set als 9-teiliges Zubehör.
Das Gerät läuft über ein Kabel, einen Akku gibt es nicht. Das finde ich etwas schade, weil man beim Putzen immer eine Steckdose in der Nähe braucht. Dafür ist die Laufzeit nur durch den Wassertank begrenzt.
Die vielen Aufsätze sind ein echter Pluspunkt: Je mehr Einsatzmöglichkeiten ein Gerät hat, desto eher nutzt man es auch regelmäßig.
Inbetriebnahme: Wasser rein und los
Die Bedienung ist einfach: Wasser einfüllen, Deckel zuschrauben, einschalten. Danach muss man kurz warten, bis das Wasser heiß ist (laut Hersteller rund 15 Sekunden). Dann kann es direkt losgehen.
Meine Erfahrungen im Praxistest
Test 1: Dunkle Fliesenfugen im Bad
Die Fugen unter meiner Badezimmertür waren schon ziemlich dunkel. Nach dem Dampfen waren sie sichtbar heller, das Ergebnis kann sich sehen lassen. An besonders dunklen Stellen musste ich allerdings mehrmals drübergehen. Den Unterschied sieht man im Video gut im direkten Vergleich mit den noch nicht gereinigten Fugen.
Test 2: Klebriger Laminatboden
Unser Kumquat-Bäumchen überwintert in der Wohnung, und die herabfallenden Früchte hinterlassen klebrige Flecken auf dem Laminat. Mit dem passenden Aufsatz habe ich die Stellen gedampft und danach direkt mit einem Handtuch trockengewischt. Ergebnis: Nichts klebt mehr, die Hand gleitet wieder problemlos über den Boden.
Ein Hinweis dazu: Laminat verträgt nicht viel Feuchtigkeit. Ich habe deshalb nur kurz und gezielt gedampft und sofort trocken nachgewischt.
Test 3: Alte Fensterrahmen
Die Rahmen unserer rund 20 Jahre alten Fenster waren im Winter in den Ecken und Fugen ziemlich schmutzig. Der Dampfreiniger hat den Großteil davon gelöst. An einzelnen Stellen blieb etwas Schmutz zurück. Das liegt aber eher daran, welchen Aufsatz man nimmt, da lohnt es sich, etwas auszuprobieren.
Test 4: Übergangsleisten
Zum Schluss habe ich die Übergangsleisten in der Wohnung gedampft, die nicht mehr ganz frisch aussahen. Wie viel Dreck dabei herauskam, sieht man am schmutzigen Wasser. Hinterher glänzten die Leisten wieder sichtbar.
Was mich stört
Mein erster Kritikpunkt ist der kleine Wassertank. 400 ml reichen für ungefähr 10 Minuten, danach muss man nachfüllen und wieder kurz warten. Für eine größere Putzaktion bedeutet das mehrere Pausen.
Der zweite Punkt ist wichtiger für die Erwartung: Der Dampfreiniger ist eine Ergänzung, kein Alleskönner. Vorher sollte man saugen, hinterher mit dem Lappen nachwischen. Erst diese Kombination macht die Wohnung richtig sauber.
Lohnt sich der Fippesax Handdampfreiniger?
Ein absolutes Highlight-Produkt ist er für mich nicht. Ich verstehe aber gut, warum er so oft gekauft wird: Für Fugen, Ecken und klebrige Stellen funktioniert er wirklich gut, und das ganz ohne Reinigungsmittel. Gerade in Bad und Küche hat man danach ein spürbar frischeres Gefühl.
Wenn du ein Gerät suchst, das dir das Putzen komplett abnimmt, wirst du enttäuscht. Wenn du aber einen Helfer für die hartnäckigen Stellen suchst, an denen Lappen und Reinigungsmittel oft scheitern, lohnt er sich. Ich werde ihn auf jeden Fall häufiger benutzen.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, bis der Dampfreiniger einsatzbereit ist?
Nur kurz. Laut Hersteller rund 15 Sekunden, bei mir ging es nach einer kurzen Wartezeit los.
Wie lange reicht eine Tankfüllung?
Der Tank fasst 400 ml. Das reicht für etwa 10 Minuten Dampf, danach muss man nachfüllen.
Hat der Dampfreiniger einen Akku?
Nein, er wird per Kabel betrieben. Man braucht also immer eine Steckdose in der Nähe.
Braucht man Reinigungsmittel?
Nein. Der Dampfreiniger arbeitet nur mit Wasser. Bei stark verschmutzten Flächen sollte man aber trotzdem mit einem Lappen nachwischen.
Kann man damit Laminat reinigen?
Ich habe klebrige Flecken auf Laminat erfolgreich entfernt. Weil Laminat empfindlich auf Feuchtigkeit reagiert, nur kurz dampfen und sofort trockenwischen.
Für wen lohnt sich der Handdampfreiniger?
Für alle, die Fugen, Ecken und hartnäckige Stellen ohne Reinigungsmittel sauber bekommen wollen. Als Ersatz für Staubsauger und Wischmopp taugt er nicht.
Mein Fazit
Der Fippesax Handdampfreiniger hat mich in allen vier Tests positiv überrascht: hellere Fugen, ein Boden ohne klebrige Flecken, sauberere Fensterrahmen und glänzende Übergangsleisten. Abzüge gibt es für den kleinen Wassertank, das Kabel und die Tatsache, dass man trotzdem saugen und nachwischen muss.
Thorben meint: Kein Wundergerät, aber ein richtig guter Helfer für die Ecken, an denen man sonst verzweifelt. Er bekommt bei mir einen festen Platz im Putzschrank.
Wofür würdest du den Dampfreiniger einsetzen? Schreib es mir gern in die Kommentare unter dem Video.
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Handdampfreiniger kaufen: Darauf solltest du achten
Ein Handdampfreiniger löst Schmutz mit heißem Wasserdampf, ganz ohne Reinigungsmittel. Er eignet sich besonders für Fugen, Ecken und hartnäckige Stellen in Bad und Küche. Vor dem Kauf lohnt sich ein Blick auf diese Punkte.
Tankgröße: Kleine Tanks mit rund 400 ml reichen oft nur für etwa 10 Minuten. Wer größere Flächen reinigen will, sollte auf einen größeren Tank achten.
Kabel oder Akku: Kabelgeräte laufen so lange, wie Wasser im Tank ist, brauchen aber eine Steckdose in der Nähe. Akkugeräte sind flexibler, dafür ist die Laufzeit begrenzt.
Aufsätze: Verschiedene Düsen und Bürsten für Fugen, Ecken, Fenster und Böden machen das Gerät vielseitiger.
Empfindliche Oberflächen: Laminat, Holz und manche Kunststoffe vertragen nicht viel Hitze und Feuchtigkeit. Lies vorher die Herstellerangaben und teste an einer unauffälligen Stelle.
Wie sich ein günstiger Handdampfreiniger im Alltag schlägt, liest du oben in meinem Test des Fippesax Handdampfreinigers.

